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The Work von Byron Katie

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„The Work“ von Byron Katie ist ein meditativer Prozess, mit dem belastende Gedanken bewusst betrachtet und hinterfragt werden können. Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir Überzeugungen über uns selbst, andere Menschen und die Welt. Manche dieser Gedanken können Stress, innere Unruhe oder wiederkehrende Konflikte auslösen.

Mithilfe von vier Fragen und den sogenannten Umkehrungen lädt „The Work“ dazu ein, diese Gedanken aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Dadurch können neue Sichtweisen entstehen und ein bewussterer Umgang mit den eigenen Gefühlen und Reaktionen möglich werden.

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Ein Beispiel:

Nehmen wir den Gedanken:

„Mama interessiert sich nicht für mich.“

Wenn ich diesen Gedanken glaube, sucht mein Verstand vor allem nach Situationen, die ihn bestätigen. Momente, in denen meine Mutter Interesse gezeigt hat, nehme ich dann weniger wahr oder blende sie vollständig aus.

Mit den vier Fragen von „The Work“ wird dieser Gedanke Schritt für Schritt untersucht. Anschließend helfen die Umkehrungen dabei, weitere mögliche Sichtweisen zu entdecken.

So kann aus einer zunächst feststehenden Überzeugung ein offener Blick auf die Situation entstehen.

Mit den vier Fragen wird dann der stressvolle Gedanke überprüft. 

 

Gedanke: Mama interessiert sich nicht für mich.

 

Ist das wahr? 

(Ist es wahr, dass Mama sich nicht für mich interessiert)

 

Kannst du absolut sicher wissen, dass das wahr ist? 

(Kann ich absolut sicher wissen, dass das wahr ist, das Mama sich nicht für mich interessiert)

 

Wie reagierst du und was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?

(Mama interessiert sich nicht für mich)

 

Wer wärst du ohne den Gedanken?

(Mama interessiert sich nicht für mich)

 

Und dann komme ich zu den Umkehrungen:

 

Die Umkehrung zu mir:

Ich interessiere mich nicht für mich – und wie kann das wahr sein?

 

Wahr, weil ich mir den Gedanken nicht ansehe und somit unbewusst in meinem Leiden lebe.

Wahr, weil ich nicht genau hinsehe, was mich beschäftigt, wenn ich den Gedanken glaube.

Wahr, weil ich meinem inneren Kind mehr Aufmerksamkeit senden könnte, was ich in dem Moment gebrauchen kann.

 

Die Umkehrung zur anderen Person:

Ich interessiere mich nicht für Mama – und wie kann das wahr sein?

 

Wahr, weil ich sie in meiner Wut völlig ausblende.

Wahr, weil ich sie in meiner Wut ablehne.

Wahr, weil ich wirklich nicht genau weiß, was sie in dem Moment beschäftigt.

 

Die Umkehrung ins Gegenteil:

Mama interessiert sich für mich – und wie kann das wahr sein?

 

Wahr, weil sie mein Leben lang an meiner Seite war und ist.

Wahr, weil sie mich in so vielen Punkten versucht zu unterstützen.

Wahr, weil sie so liebevoll mit mir umgeht, auch wenn ich ihr so viel Wut entgegenbringe.

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